In der letzten Zeit häufen sich ja die Meldungen über Bundestrojaner, Datenverlust, geknackte Anonymität und Spionage im Netz. Privatsphäre wird immer wichtiger. Konnte man sich früher noch ungestört im Usenet austauschen, kann das heutzutage jeder bei Google nachlesen. Früher war die Kommunikation zwar auch öffentlich, aber nicht so leicht zugänglich. Das trügerische Gefühl der Privatsphäre war also noch ausgeprägter.
Im Internet ist übrigens jedes Gefühl von Privatsphäre und Anonymität trügerisch – mit ausreichend technischem Wissen und genug krimineller Energie lässt sich eigentlich jeder Schutz ausheben. Ausserdem öffnen sich im Fahrtwind des sog. Web 2.0 immer mehr Dienste, so dass manchmal nicht mal kriminelle Energie notwendig ist – die Anbieter erlauben ganz einfach, dass die Privatsphäre der Nutzer untergraben wird.
Es ist also eher die Frage, womit man leben kann und nicht, wie man sich 100%ig schützen kann. Und da der Staat die rechtlichen Grundlagen zu Privatsphäre und freier Meinungsäusserung auch stärker beschneidet, als er es vielleicht sollte, muss man sich langsam ernsthaft fragen: Wie soll das weiter gehen?
Und noch wichtiger: Wie schütze ich mich selbst?

