21. November 2007 11:50
Ich weiÃ, es ist nicht mehr taufrisch – sogar heise berichtet schon drüber – aber ich möchte auch noch einmal meine Gedanken zu TOR, unverschlüsseltem Datenverkehr und den bösen Crackern kundtun. Seit vor ein paar Tagen der schwedische Hacker zum Verhör mitgenommen wurde, weil er das TOR-Netzwerk abgehört und ein paar Regierungen blossgestellt hatte, geistern die Meldungen ja durch alle Netzseiten: TOR ist gar nicht so toll! TOR ist sogar ganz böse, weil man gar nicht sicher darüber im Internet surfen kann!
Natürlich nicht. Niemand kann über irgendwelche unverschlüsselten Verbindungen sicher im Netz surfen. Man kann ja selbst bei verschlüsselten Verbindungen nicht sicher sein. Wirklich sicher ist nur der, der nicht im Internet surft. Aber das geht heute auch nicht mehr. Man muss sich also schon mit seiner Kommunikation beschäftigen und wissen, welche Tools man einsetzt. Wenn man jetzt also TOR, einen Dienst zum reinen anonymisieren von Internetverkehr einsetzen will, um seine ansonsten ungesicherte Kommunikation zu schützen, dann ist man von vornherein auf dem Holzweg. Sicherheit ist eben so: Nicht einfach zu erreichen und manchmal auch kompliziert aufrecht zu erhalten.
Und wer sich damit nicht beschäftigt, der wird auch immer wie der Ochs’ vor’m Berge davor stehen und nicht wirklich begreifen, welche Gefahren es gibt und welche man mit einfachen Mitteln umgehen kann. Das mit den täglich aktualisierten Virenscannern hat ja auch lange gedauert…
16. November 2007 07:29
Wer sich schon gewundert hat, wieso der Android-Emulator die Proxy-Einstellungen nicht aus den Java-Einstellungen ausliest, hier die Antwort: Es geht noch gar nicht.
Unfortunately setting a proxy is not currently supported. We’re aware of this issue and working on it. Look for a fix coming soon.
Ganze Nachricht lesen bei Android Developers | Google Groups
14. November 2007 07:26
Gestern abend habe ich auch noch das Hello Android aus dem Google Android SDK gemacht und mir dabei ein paar Gedanken über JME, Java, Google und Lizenzen gemacht. Leider geht Google ja wieder einen eigenen Weg, statt etablierten Standards zu folgen. Man kann also nur hoffen, dass die Jungs wissen, was sie tun und dass sich daraus etwas gutes entwickelt. Bis jetzt bin ich erstmal heimlich pro-google, werde aber kritisch bleiben und demnächst noch mehr Artikel zu Google & Android hier verlinken. Hier erstmal eine nette Sichtweise auf die Lizenzproblematik von JME und Android:
So, Android uses the syntax of the Java platform (the Java “language”, if you wish, which is enough to make java programmers feel at home and IDEs to support the editing smoothly) and the java SE class library but not the Java bytecode or the Java virtual machine to execute it on the phone (and, note, Android’s implementation of the Java SE class library is, indeed, Apache Harmony’s!)
The trick is that Google doesn’t claim that Android is a Java platform, although it can run some programs written with the Java language and against some derived version of the Java class library. Sun could prevent this if they had a patent on the standard class library, but they don’t and, even if they did, I strongly doubt it would be enforceable since Android doesn’t claim to be compatible (and in fact, could very well claim that their subset/superset is an innovation on the existing patent and challenge Sun’s position).
gefunden bei Fundstück: Stefano’s Linotype ~ Dalvik: how Google routed around Sun’s IP-based licensing restrictions on Java ME
Hier noch eine kleine Anmerkung aus dem Artikel:
The Apache License v2 forces the contributor to license the IP along with the code but only the IP that the contributor owns (you can’t give away stuff others own, obviously). This means that if Android does, in fact, use some of Sun’s IP, it is entirely possible for Sun to sue any hardware vendor that ships Android with their phones and prevent them from shipping.